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Kätzchen tollten, Höschen flogen

Prunksitzung des Mömlinger Carneval-Vereins - Fünf Stunden lang Frohsinn pur

Mömlingen. Der Frohsinn regierte am Samstag in der "Narrhalla" des Mömlinger Carneval-Vereins. In der mit 650 Fasenachtern besetzten Sport- und Kulturhalle führte Sitzungspräsident Jürgen Leist durch das fünfstündige Programm der ersten Prunk- und Elferratssitzung. Tanzgruppen, Büttenredner und Showeinlagen sowie die Obernauer Maintalmusikanten sorgten für ausgelassene Faschingsstimmung.

Unter viel Applaus und "Mimling helau" zog der Elferrat ein, gefolgt vom Prinzenpaar Michael II. und Simone I., das eskortiert von Hofstaat und Gardemädchen die Huldigungen des närrischen Fußvolks entgegennahm. So ganz im Takt waren die Jüngsten, die MCV-Kindergarde, bei ihrem Tanz noch nicht, den sie mit Anke Giegerich und Simone Fries einstudiert hatten, aber die elf Mädchen sorgten gerade deshalb zum Auftakt für Begeisterung bei der Narrenschar. und dem Christmas-Dancing auf die Bühne.

Crashkurs Mimlingerisch

wolfIn der Bütt schwadronierten die beiden "Lausbuben" Florian Lieb und Christopher Kraus über die Vorzüge des Geleebrots und darüber, wie man dem Papa das Kochen beibringt. Nebenbei gab es fürs Publikum einen kleinen Crashkurs in Hochdeutsch-Mimlingerisch - wer hätte schon auf Anhieb gewusst, wie "Bramsch" oder "Riwwelblootz" zu übersetzen sind?
Kratzbürstig und doch verschmust tollten die "Kätzchen" der MCV-Schülergruppe über die Bühnenbretter; den flotten Showtanz hatten Susanne Lieb und Nadja Waschroh mit den Akteuren einstudiert. "Oberkellner" Michael Wolf ließ in der Kalauerküche nichts anbrennen und servierte der Narrenschar ein buntes Allerlei unzweideutiger Büttenkost. Zu Gassenhauer-Melodien der 1970-er Jahre la "YMCA" und "Dschingis Khan" legte die Erste MCV-Prinzengarde einen mitreißenden Gardetanz aufs Parkett (Choreografie: Conny Schneider).
Eine reife, wenn auch etwas langatmige Leistung in der Bütt bot Tilo Gewert, der als politischer Kassenprüfer den Politikern die Leviten las. So lag es weniger am reimsicheren Redner als vielmehr am tristen Thema, dass den Narren im Saal mitunter das Lachen im Hals stecken blieb. Dosenpfand, Lkw-Maut und Schwarzarbeit mündeten ins Fazit: "Es begreift fast jedes Kind, dass unserm Staat fast nichts gelingt."

 

Vom "verkehrssündigen" Pfarrer

frauengruppe"Alles im Griff auf dem sinkenden Schiff" hatten die ebenfalls von Conny Schneider trainierten MCV - Frauen, die im Piraten-Look die Bühne unsicher machten. Helga Klotz und Monika Wolf lästerten über so ziemlich jeden im Ort ab, von den eigenen Ehemännern über den "verkehrssündigen" Pfarrer bis zum Schlagersängerin chauffierenden Sitzungspräsidenten - Motto: "Lieber ein Mann mit Zucker als ein Scheich ohne Geld."
Nachdem die Saalband der merklich aufgetauten Narrenschar eine Schunkelrunde verordnet hatte, sorgte die Playbacktruppe des MCV zum Schluss des ersten Programmteils mit ihrer Version der ZDF-Hitparade für einen Stimmungshöhepunkt.
Von Dieter Thomas Heck alias Günther Fries moderiert, waren gekonnt gedoubelte Stars wie ABBA, Nena, Nana Moskouri und Peter Kraus zu bestaunen. Und auch die Fan-Hysterie, inklusive fliegender Höschen, reichte fast ans Original heran.
Nach einer Verschnaufpause entführte "Ölscheich" Horst Weber das Narrenvolk mit "Salem aleikum und helau" in die geheimnisvolle Welt des Orients, wobei Präsident samt Elferrat als "aufgedunsene Haremsmolche" nicht besonders gut weg kamen. Als Zugabe gab der Gundernhausener Büttenroutinier mit einem Trinkgesang eine Kostprobe seiner beachtlichen Stimmgewalt. Einen optischen Leckerbissen bot die zweite MCV-Prinzengarde mit ihrem von Birgit Lieb einstudierten Gardetanz.
Die "doofe Nuss" Eckhard Bein verstand es als "Ehrenjungfrau" mal wieder, mit drastischem Büttenhumor auch den reserviertesten Narren im Saal zum Lachen zu bringen. Nachher wusste jeder, was es mit dem "chinesischen Gebiss" und dem "Tupperabend" wirklich auf sich hat.

"Spitze Schreie" beim Männerballett

Mit einer tänzerischen Reverenz an "Pippi Langstrumpf" erntete das "graziöse" MCV-Männerballett spitze Schreie im weiblichen Publikum. Die von Simone Fries und Sabine Ott auf Trab gebrachten Herren kamen um die vehement geforderte Zugabe nicht herum. In eine ganz andere, futuristische Welt entführte die Prinzengarde das Publikum mit ihrem "Tanz der Galaxien". Conny Schneider wurde von Präsident Leist nach 20 Jahren als Trainerin der Gardemädchen verabschiedet. Dem Chor der "Wilden Männer" blieb es vorbehalten, den Gesang zum Finale anzustimmen, zu dem sich alle Akteure unter dem Applaus der Narrenschar auf der Bühne versammelten.

Quelle: Main Echo vom .04.02.2004 - Text und Fotos: Jürgen Schreiner

   
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