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Narren brachten Halle zum Beben

Mömlinger Prunksitzung mit Tänzen, "Wilden Männern" und "Raketen" - Programm bis nach Mitternacht

Mömlingen. "Und da er betucht ist und nicht arm, wird er ganz Mimlingens Stroße und Gasse kostenlos verputze lasse!" So begrüßte Präsident Jürgen Leist den diesjährigen Carnevalsprinzen Richard III., im "richtigen" Leben Malermeister. Diesernahm's gelassen: Zusammen mit Prinzessin Agnes I., seinem Hofstaat und dem Elferrat heizte er den Mömlinger Narren auf der ersten Prunk- und Elferratssitzung des Jahres mächtig ein. Über fünf Stunden lang wurde am Samstag in der gut besuchten Sport- und Kulturhalle geschunkelt, gesungen, getanzt und gelacht.

Mit den Grußworten der "Tollitäten", allen voran Prinz Richard "von Farb' und Putz", war der Abend standesgemäß eröffnet worden. Passend zum nasskalten Nieselwetter vor den Türen der Halle war der Auftritt der MCV-Schülergruppe' Zu "Singing in the Rain" und "Raining Men" zeigten die Mädchen in ihren bunten Kostümen und mit Regenschirmen ausstaffiert einen originellen Regentanz, den sie in etlichen Übungsstunden mit ihrer Betreuerin Katja Eckert sorgsam einstudiert hatten.
Wie man Schwierigkeiten mit dem gestrengen Opa überwindet, berichteten Christopher Kraus und Florian Lieb im Zwiegespräch: "Wenn er mich ärgert programmiere ich ihm den Videorecorder nicht mehr", verriet der Freund dem geplagten Enkel, ein Mittel gegen die Erzieherallüren des Großvaters. Gastredner Edwin nahm die Stars und Sternchen des Show-Business' aufs Korn' "Willst Du berühmt werde mit viel Flocke, brauchst Du Dich nur in den Container hocke." Hervorragende tänzerische Einlagen boten die Erste (unter der Leitung von Conny Schneider) und Zweite Prinzengarde (mit Birgit Lieb als Übungsleiterin) dar. Im Schautanz zeigten sie, ergänzt durch ihren Gigolo und Solotänzer Oliver Fick, auch ihr akrobatisches Können. Egal ob mit Sprüngen, Spagat oder Hebefiguren im Stile des guten alten Rock 'n' Roll' Die Garde brachte den Saal zum Brodeln.
Mit großem Eifer war auch die Kindergarde in ihrem Stück "Tarzan und Jane und 13 kleine Negerlein" bei der Sache Rabenschwarz angemalt, in Baströckchen und Palmwedelgamaschen turnten die Kleinen zu dröhnenden Kongas über die Bühne, Der Präsident dankte den "Spargeltarzanen" und ihren Betreuerinnen Simone Fries und Anke Giegerich.

"Putenrennen in der Kur"
Was man so alles im Urlaub und auf der Kur erleben kann, davon wusste Eckhard Bein ein Lied zu singen. Dass die Schwiegermutter zum Zelten ins Erlenbacher Krankenhaus ginge - unters Sauerstoffzelt wohlgemerkt -, sei ja nun ihr Problem, Aber wenn man selbst "in Kur" jeden Abend an einem "Putenrennen", also an einer Damenwahl, teilnehmen müsse, so sei das mehr als er verkrafte.
Fleißig waren die MCV - Frauen bei der Vorbereitung ihres "Bienentanzes". Mit schwarz-gelben Kostümen bewiesen sie, dass jahrelange Carnevalserfahrung Gewicht hat. Bis ins Detail waren die Kostüme durchdacht. Ein Hörgenuss war die "Ode an den Odenwald", die Horst Weber als "Odewäller Dickworzelbutzer" zum Besten gab: Mit Sicherheit sprang er zwischen den Tonlagen hin und her, ließ in einem Moment fast die Scheiben zerspringen und brachte im nächsten beinahe den Bühnenboden zum Beben. Sein Trinkspruch an den Elferrat "Es hat schon mancher Jachtgenosse sei Fra daheim im Bett erschosse".
Im blau-weißen Dirndl und mit Holzschuhen, mit falschen Brüsten und Zöpfen sprangen "die Geierwallis" Helmut Ritter, Jürgen Höreth und Albert Büttner als Werda, Platzda und Wegda über die Bühne. Zu den Höhepunkten des Abends gehörte der Auftritt der "Wilden Männer". Mit sprühendem Witz, Ironie und gesanglichem Talent nahmen die "Naseweise" mit der weißen Nase in ihren Liedern die Mömlinger Honoratioren aufs Korn: Geradezu mitfühlend intonierten sie den "Diebstahl am Pfarrhaus", bei dem der Pfarrer seiner kostbaren Reben beraubt worden war. 
Einen Schnaps empfahl Fritz Kraus seinem Freund Edwin Lieb gegen dessen schlechte Laune und forderte auch gleich seinen Anteil an der vom Elferrat gespendeten Flasche. Mit Korn und schwarzem Humor ging's anschließend dem Bürgermeister an den Kragen: Erst kürzlich habe er, Fritz Kraus, von der Beerdigung des Rathauschefs geträumt - zu der "Edmund Stoiber, der Landrat und sogar der Imhof aus Obernburg" gekommen seien. Eigens aus Brasilien eingeflogen, im pompösen Federschmuck und Lendenschurz gekleidet zeigte das MCV-Männerballett dass diese Tanzform nicht ausschließlich dem weiblichen Geschlecht vorbehalten sein muss.
Als bedauernswerter Frühruheständler brillierte Hubert Göhler "in der Bütt" und erntete eine Lachsalve nach der andern' "Ein Rentner ist sagt man galant ein ältrer Herr im Ruhestand" - von wegen! Von der Aussicht auf das von ihm amüsant geschilderte "Tagesprogramm" dürften einige Bald-Pensionäre wohl noch wochenlang Albträume plagen.

Überzeugungsarbeit mit der Flinte
Mit einem "Einheizer" in Western-Tradition ging es vor der aus Pappe gezimmerten Fassade von "Eyle's Saloon" weiter: Tochter Gitte sucht einen Cowboy und wird im Saloon fündig. Mit vorgehaltener Flinte muss Eyle dagegen zwei widerstrebende Blutsbrüder von ihrem Auftritt "überzeugen". Sehenswert auch der abschließende "Dschungeltanz der Tiere", den die Prinzengarde einstudiert hatte. Als Zebras, Schlangen, Löwen und Gazellen schlichen und sprangen die Mädchen in ausgefallenen Kostümen über die Bühne. Der Präsident beendete bald nach Mitternacht den offiziellen Teil der Prunksitzung. Dass die Halle sich dennoch nicht so bald lehrte, dafür sorgten die "Wilden Männer" mit dem letzten Auftritt vor dem Auszug des Prinzenpaares: "Mir geh'n noch lang net ins Bett - des fällt uns net ei!" So forderten sie die Narren zum Weiterfeiern auf.

Quelle: Main Echo vom .21.01.2002 - loc

   
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